Geschichte

Okt 10, 2018

Die Freiwillige Feuerwehr Schiltern ist eine kleineren der zehn Dorfner Feuerwehren. Schiltern besteht aus verstreuten Höfen und Häusern ohne Ortskern und war bis zur Gebietsreform 1972 eine eigenständige Gemeinde. Mit der Feuer­wehr hat sich Schiltern ein Stück seiner Eigenständigkeit bewahrt und mit dem Feuer­wehr­haus einen Ortskern geschaffen.

Die FFW Schiltern hält nicht nur mit der Fahnenabordnung die Tradition hoch. Sie veranstaltet auch das jährliche Weinfest, bei dem die ganze Mannschaft die ehemalige Gemeinde bewirtet.

Bereits seit über 20 Jahren pflegt die FFW Schiltern eine Freundschaft mit der gleichnamigen Feuerwehr der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich. Die unten abgebildete Freundschaftstafel zeugt davon.


Freundschaftstafel der Feuerwehren Schiltern in Niederösterreich und Bayern

Die Gründung der FFW Schiltern erfolgte 1884 mit der Anschaffung einer eigenen, von Pferden gezogenen und von Hand betätigten Spritze. Zuvor hatten Schiltern und Schwindkirchen eine gemeinsame Feuerwehr. Alarmiert wurde zu dieser Zeit noch mit den weithin hörbaren Kirchenglocken, die im Brandfall Sturm läuteten. Durch die dünnen Fensterscheiben hörten die Leute damals noch leicht diesen Alarm, zumal er nicht vom Straßenlärm, Radio oder Fernseher übertönt wurde. Der Bauer, der gerade Feuerreiterdienst hatte, musste dann von Haus zu Haus eilen und über den Ort des Einsatzes informieren.


Gerätehaus und TSF der FFW Schiltern

Heute erfolgt die Alarmierung der 40 Aktiven mit Sirene und Handy. Die Ausrüstung ist zwar bescheiden, aber das Fahrzeug (ein TSF), die Pumpe und die technische Ausrüstung sind auf dem aktuellen Stand der Technik. In Schiltern ist der Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten noch verhältnismäßig hoch, so dass auch tagsüber die Einsatzstärke erreicht werden kann.

Die Bereitschaft zu helfen ist in Schiltern Gott sei Dank noch hoch. Und das bei jeder Tages und Nachzeit. Sei es durch das Löschen eines Brandes den Besitz eines Nachbarn zu schützen, oder den Verkehr umzuleiten, damit ein Verunfallter schnell und sicher Hilfe bekommt.